Professionelle Kunst von Hobbykünstlern

STEINHUDE (gb). Zwanzig Freizeitkünstlerinnen und -künstler überraschten die vielen Besucher während des Festlichen Wochenendes in Steinhude mit ihrer Ausstellung im Forum des Schulzentrums Steinhude. Denn was sie als Präsentationen und Kaufobjekten vorfanden, war von professionellen Produkten nicht zu unterscheiden. So zum Beispiel Tanno Voss-Allmers aus Lehrte mit seinem Unikatschmuck. Seine Ketten und Ringe bedeuteten mehr als eine Verlockung. Alle Schmuckobjekte hätten auch in einem entsprechenden Fachge schäft angeboten werden können. Bei der vielzahl von Freizeitgestaltungsmöglichkeiten stach zum Beispiel auch Uta Heine aus Hannover mit ihren Knopfbildern hervor. Jedes Bild ist einzigartig und mit zahlreichen Materialien und Gegenständen zu einer Collage ausstaffiert – alles nur mit Nadel und Faden am Bildträger befestigt – was zu einer Zierde für den Wohnbereich wird. Geradezu eine neue Kunstform präsentierte Ukata Arua aus Berlin. Er
führt nicht nur eine Agentur für Kunst, Grafik- und Webdesign in Spandau, sondern ist selbst als Künstler tätig. Ein Zufall führte
dazu, erzählt er: „Kunden hatten Bilder von bestimmten Künstlern bei mir bestellt. Doch die Künstler hatten mich mit diesem Auftrag sitzen gelassen. So habe ich schnell -zu Pinsel und Farbe gegriffen und Bilder gemalt. Die kamen bei den Kunden so gut an, dass ich dabei geblieben bin und meinem eigenen Stiel gefunden habe“, so Arua. Und diese Bilder mit ihren leuchtenden Farben lassen den Betrachter auch schnell einmal schmunzeln. Die Ausstellung lief traditionell unter dem Motto ,,Feuerwerk der Künste“. Ein passender Titel, wie auch Jürgen Engelmann als 0rtsbürgermeister in seiner Ansprache betonte. „Eine durchweg vielfältige und wiederum anregende Ausstellung“, sei es auch in diesem Jahr geworden, so Engelmann in seiner Eröffnungsansprache. Jedes Jahr sei er als Besucher dabei, weil viele Leute dadurch auch angeregt werden, selbst aktiv zu sein. Keine Frage also, dass auch die 0rganisatorin Petra Brügmann durchweg zufrieden war und es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben wird.

Foto: gb
Artikel in Wunstorfer Stadtanzeiger vom 11./12. September 2010